Aktuelles
Menschen
Angebote & Einrichtungen
Gesamtkirchengemeinde
Sozial
Sozialausschuss
fit4family
Erwerbslosenarbeit
Kinderhospizdienst
Hospiz AG
Kiz
Intakt
Tafelladen
Eine-Welt-Laden
Fördergemeinschaft
Missionarisch
Spirituell
Musikalisch
Publizistisch
Verbandlich
Kirche
Kontakte

Tafelladen

Ein preisgünstiges Lebensmittelangebot für Menschen mit geringem Einkommen

Ihr Ansprechpartner
Kirchheimer Tafelladen
Henriettenstr 88
73230 Kirchheim unter Teck

Tel.: (0 70 21) 73 40 06
E-Mail


Was ist eine Tafel - Hintergrund und Geschichte

Die Ergebnisse der bundesweiten Armutsuntersuchung des Deutschen Caritasverbandes 1991, haben gezeigt, daß immer mehr Menschen in unserem Land in sozialen Notlagen sind. Die gewonnenen Erkenntnisse lassen sich im wesentlichen auch auf den Landkreis Esslingen und die Stadt Kirchheim übertragen.

Solche Menschen sind als arm zu bezeichnen, die über weniger als die Hälfte des durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommens einer jeweiligen Gesellschaft verfügen. Besonders betroffen sind Alleinerziehende, kinderreiche Familien, alte Menschen, ausländische Mitbürger. Aber auch immer mehr Arbeitslose werden von Armut bedroht oder betroffen. Ein Drittel dieser Menschen sind Kinder.

Immer mehr Menschen werden in unserer Gesellschaft ausgeschlossen, weil sie akut von Armut betroffen sind. Sie fühlen sich zunehmend "ausgegrenzt", da eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben heutzutage i.d.R. immer mit "Geldausgeben" verbunden ist. Kürzungen sozialer Leistungen schmälern die Budgets der Empfänger staatlicher Sozialleistungen immer mehr. Mittlerweile fehlt es bei Menschen mit geringem Einkommen häufig am Nötigsten. Dazu gehören wieder Lebensmittel. Sonderausgaben sparen sich die Hilfeempfänger von dem Wenigen ab, was ihnen zur Verfügung steht, z.B. beim Essen.

Tafel-Läden als ein Beitrag Armut zu lindern !

Die Idee der "Tafel" ist nicht neu. In vielen Ländern Europas, in Deutschland aber auch in den USA (Food-Banking), versucht man Menschen, die von Armut bedroht oder betroffen sind, mit einem derartigen Angebot Entlastung zu verschaffen.

Die erste deutsche Tafel entstand 1993 in Berlin. Die erste Tafel in Württemberg entstand im März 1995 im Leonhardtsladen in Stuttgart. Solche Tafeln gab es auch in früheren Jahrhunderten. Ulrich, Bischof von Augsburg, wurde unter anderem auch dafür bekannt, daß er Speisungen für Arme – sogenannte "Ulrichs-Tafeln" – eingerichtet hat.


Kirchheimer Tafel

Die Kirchheimer Tafel "s´Körble" wurde im ehemaligen aec-Laden in der Osianderstraße 32 eingerichtet und ist inzwischen in die Henriettenstr. 88 umgezogen. Auf gemeinsame Initiative des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und Diakon Hug von der katholischen Gesamtkirchengemeinde ist er entstanden. Träger ist das DRK. Ehrenamtliche ermöglichen, dass der Laden betrieben werden kann. Es werden ständig ehrenamtliche Helfer und Lebensmittelspender gesucht.


Öffnungszeiten des Tafelladens

Dienstag: 10:00 - 12:00 und 15:00 - 17:00 Uhr

Donnerstag: 10:00 - 12:00 und 15:00 - 17:00 Uhr

Freitag: 10:00 - 12:00 und 15:00 - 17:00 Uhr


Spenden

Das Warenangebot einer "Tafel" stammt von Herstellern und Großhändlern, die ihre Waren entweder kostenlos oder zu günstigen Konditionen zur Verfügung stellen. Oft sind das Lebensmittel, die sonst weggeworfen werden würden.

Dazu gehören:

  • Übriggebliebene oder zu viel bestellte Lebensmittel
  • Lebensmittel mit "Produktionsfehlern". Das ist beispielsweise falsch etikettierte Ware, oder Ware deren Abfüllgewicht nicht stimmt; Ware, die nicht mehr lange genug haltbar ist - Konserven müssen noch zwei Jahre haltbar sein, wenn sie in den Handel gelangen. Wenn diese Produkte zu spät in den Handel kommen, dürfen sie nicht mehr verkauft werden. Sie sind aber noch einwandfrei - die Tafeln können diese Lebensmittel an ihre Kunden weitergeben.
  • Brot und Kuchen des Vortages
  • Bananen mit braunen Flecken und sonstiges Obst
  • ...

Es ist auch durchaus denkbar, daß Privatpersonen (beispielsweise Mitglieder einer Kirchengemeinde mit Produkten ihres Gartens zum Warenangebot eines solchen Ladens beitragen.)

Alkohol, Tabakwaren sowie der Gesundheit oder der Umwelt hochgradig schädliche Waren werden nicht angeboten.


Wie kann ich helfen?

Die personelle Besetzung eines solchen Ladens setzt zunächst auf das ehrenamtliche Engagement der Menschen. Nicht selten in den Kirchengemeinden. Das Ehrenamt ermöglicht ein niedriges Preisniveau. Ergänzend werden Arbeitslosenbeschäftigungsplätze angeboten. Für die "Kirchheimer Tafel" hat das DRK eine ABM-Kraft angestellt. Wir freuen uns auf Ihre Mithilfe und danken Ihnen schon jetzt herzlich.